Hochgeladene Bilddatei

29 Views

Hochgeladene BilddateiEin dreifaches Jubiläum für „Mr Karate“ Roland Lowinger, derzeit Cheftrainer des Karate-Dojo Haldenwang, hat in diesem Jahr gleich drei runde Gründe zu feiern: 50 Jahre betreibt er Karate als Sport, seit 40 Jahren ist er – zwischenzeitlich weltweit – als Wettkampfrichter tätig und feiert im August seinen 70. Geburtstag.

Seine Karate-Laufbahn begann im April 1968. Bereits im Oktober 1971 durfte er nach bestandener Prüfung den ersten Dan, den schwarzen Gürtel, in Händen halten. Er trainierte unter verschiedenen bekannten Trainern, durfte Karategrößen wie Kanazawa Hirokazu kennen lernen, erlernte in Südafrika bei Ken Wittstock Techniken, Kondition, Durchhaltevermögen und auch die tiefere Bedeutung des Karate. Mit diesem Rüstzeug ausgestattet durchlief er in jungen Jahren seine Wettkampflaufbahn. Lowinger gewann 1974 und 1979 die Deutschen Meisterschaften im Kumite in seiner Gewichtsklasse und wurde Vize-Europameister mit der deutschen Nationalmannschaft, darüber hinaus erreichte er in vielen Meisterschaften Plätze auf dem Treppchen. Seine Liebe zum Karate als Wettkampfsport gibt er als Trainer bereits seit den 70er Jahren an junge Sportler und Talente weiter. In den Jahren 1978 bis 1993 engagierte sich Lowinger als Bayerischer Landessportwart und Landestrainer. Als Trainer erreichte er – übrigens durchgehend bis heute – viele nationale und internationale Erfolge bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Bundes-, Landes- und Bezirksmeisterschaften. Sein geübtes Auge für Talente und seine zielführende, beharrliche und motivierende Ausbildung hat schon oft dazu geführt, dass junge Sportler einen erfolgreichen Weg im Karate erleben und – ebenso wie er selbst – den Sport über viele Jahre ausüben. Lowinger hat die Kemptener Karateszene in den 70er Jahren maßgeblich geprägt. Der gebürtige Konstanzer trat 1977 dem Kemptener Karate-Dojo bei und stellte sich 1990 bis 2010 als erster Vorsitzender zur Verfügung. Seit 2011 leitet Lowinger die Karateabteilung in Haldenwang. Lowinger arbeitet seit nunmehr 50 Jahren an Körper und Geist im Sinne des Karate. Diese Entwicklung spiegelt sich in bestandenen Danprüfungen wieder, seit 2013 trägt Roland Lowinger den 8. Dan. Danträger dieser hohen Graduierung finden sich weltweit nur in sehr begrenzter Zahl. Über den aktiv betriebenen Wettkampfsport hat Lowinger sein Engagement als Kampfrichter begonnen. Nur 10 Jahre nach dem Beginn seines Karate-Weges – also vor nunmehr 40 Jahren – bestand er die Prüfungen zum Bundeskampfrichter in Kata und Kumite und stellt sich seitdem in unzähligen ehrenamtlichen Stunden an unzähligen Wochenenden für Wettkämpfe als Kampfrichter zur Verfügung. Seit 1992, nach Bestehen der Prüfung zum Weltkampfrichter für den WKF (world karate foundation) geschieht dieser Einsatz irgendwo auf dem Globus bei hochkarätig besetzten internationalen Turnieren. Von 2012 bis 2016 leitete Roland Lowinger die weltweit eingesetzten Kampfrichter als sog. Chairman. Daneben prägt er durch erforderliche Anpassungen des Regelwerkes den Wettkampfsport in seiner heutigen Form. 2008 erhielt Lowinger die Ehrenmedaille des Freistaates Bayern für herausragendes ehrenamtliches Engagement für den Sport, 2011 folgte das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Im August 2018 darf Roland Lowinger seinen 70. Geburtstag feiern und vervollständigt damit sein persönliches Tripple: 50 Jahre Karate – 40 Jahre Kampfrichterei im Karatesport – 70. Geburtstag. Bericht: Irene Pracht

347 Views

Hochgeladene Bilddatei Tolga Sarraf auch in der Masterklasse erfolgreich

Bei der bayerischen Meisterschaft der Jugend, Leistungsklasse und Masterklasse – letzteres betrifft die etwas älteren Athleten – gelang Tolga Sarraf (41) vom Karatedojo Haldenwang ein Platz auf dem Treppchen.

Sarraf hat nach seinen früheren Kumiteerfolgen eigentlich die Seite gewechselt und ist seit Jahren mehrheitlich als internationaler Kampfrichter im Einsatz. Bei der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft in Waldkraiburg nahm er mal wieder als aktiver Sportler, erstmalig für ihn in der Masterklasse, teil. In spannenden Begegnungen gelang es dem quirligen und schnellen Kämpfer, seine Kizamezuki, Kyakuzuki und vor allem seine schnellen und starken Beintechniken zum Einsatz zu bringen. Sarraf brilliert vor allem mit der Beinarbeit, mit schnellen Bewegungen und starken und treffsicheren Kontern. Nach drei spannenden Vorkämpfen gegen gleichberechtigte Gegner, die er jedoch alle für sich entscheiden konnte, traf er im Finalkampf auf Jerome Pöhlmann aus Schweinfurt. Beide zeigten deutlich dass sie das Finale für sich entscheiden wollten, in einem knappen Endergebnis unterlag Sarraf schließlich mit 5:3 und nahm den zweiten Platz verdient mit nach Hause.

Sein Heimatdojo, insbesondere sein Trainer Roland Lowinger sind stolz auf diese Leistung.

 

Text: Irene Pracht

Foto: Melanie Feldmeier, Veröffentlichung genehmigt

983 Views
1/38 Zur Seite 2 » 38»